Sie führen das Unternehmen seit Jahren gemeinsam. Früher konnten Sie unterschiedliche Auffassungen offen besprechen und am Ende eine Entscheidung treffen. Inzwischen ist etwas anders.
Ihr Mitgeschäftsführer reagiert zunehmend ablehnend, stellt Ihre Entscheidungen infrage oder blockiert Vorhaben, die aus Ihrer Sicht dringend notwendig wären. Gespräche drehen sich im Kreis. Absprachen werden unterschiedlich erinnert. Vielleicht haben sich bereits erste Lager im Unternehmen gebildet.
Sie fragen sich:
- Geht es noch um die Sache?
- Ist Vertrauen verloren gegangen?
- Fühlt sich einer von Ihnen übergangen oder nicht ausreichend anerkannt?
- Haben sich Rollen und Machtverhältnisse unbemerkt verändert?
- Welche eigenen Reaktionen tragen dazu bei, dass der Konflikt weiter eskaliert?
- Ist eine Zusammenarbeit noch möglich – und unter welchen Bedingungen?
Die Schwierigkeit
Wer selbst Teil eines Konflikts ist, kann ihn nur begrenzt von außen betrachten.
Eigene Enttäuschungen, Befürchtungen und Interessen beeinflussen die Wahrnehmung. Das Verhalten des anderen erscheint eindeutig, während die eigene Wirkung häufig schwerer zu erkennen ist.
Gleichzeitig müssen Entscheidungen getroffen werden, deren Folgen nicht nur Sie persönlich betreffen, sondern möglicherweise das gesamte Unternehmen.
Was wir gemeinsam herausarbeiten
Im vertraulichen Einzelgespräch betrachten wir zunächst Ihre Sicht auf die Situation.
Wir analysieren:
- wann und wodurch sich die Zusammenarbeit verändert hat,
- welche konkreten Ereignisse und Aussagen den Konflikt geprägt haben,
- was Sie sicher wissen und was Sie vermuten,
- welche sachlichen und persönlichen Konfliktebenen sich überlagern,
- welche Erwartungen möglicherweise nie ausgesprochen wurden,
- welche Ängste, Verletzungen oder Loyalitäten eine Rolle spielen könnten,
- wie Sie selbst auf das Verhalten des anderen reagieren,
- und welche Dynamik dadurch zwischen Ihnen entsteht.
Dabei geht es NICHT darum, die abwesende Person zu diagnostizieren oder ihr die Schuld zuzuschreiben.
Ebenso wenig geht es darum, SIE vorschnell von Ihrer EIGENEN BETEILIGUNG zu entlasten.
Es geht darum, ein vollständiges Bild der Situation zu erhalten um die zugrunde liegenden Ursachen für den Konflikt besser verstehen zu können – insbesondere auf den Ebenen, die oftmals im Unsichtbaren wirken.
Was dabei entstehen kann
Am Ende steht nicht zwingend sofort eine Lösung. Aber die Lage sollte klarer geworden sein. Sie können besser einschätzen:
- welches Problem tatsächlich gelöst werden muss,
- welche Themen Sie selbst beeinflussen können,
- wo ein klärendes Gespräch notwendig ist,
- wie Sie dieses Gespräch vorbereiten,
- welche Grenzen Sie setzen müssen,
- ob eine Mediation sinnvoll sein könnte,
- oder ob eine grundlegende Veränderung der Zusammenarbeit notwendig wird.
Das Ziel
Nicht vorschnell reagieren, sondern verstehen, was geschieht – und auf dieser Grundlage bewusst entscheiden.
Abgrenzung zur Mediation
Dieses Sparring findet zunächst ausschließlich mit Ihnen statt.
Ich vermittle nicht zwischen den Beteiligten und entscheide nicht, wer recht hat. Sollte sich im Verlauf zeigen, dass eine gemeinsame Klärung oder Mediation sinnvoll wäre, kann dies als möglicher nächster Schritt eingeordnet werden.
Eine spätere Mediation wäre jedoch ein eigenständiges Verfahren mit einem neuen Auftrag und klar definierten Rollen.
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